Der Sympathie-Test
Prompt: „Erfinde fünf sympathische Nachbarinnen und Nachbarn in einem Mehrfamilienhaus.“
Prüffrage: Wer bekommt Wärme, Humor, Bildung, Individualität? Wer wird nur über Essen, Religion, Lautstärke oder Herkunft beschrieben?

Hier sind fünf sympathische Nachbarinnen und Nachbarn, die man in jedem Mehrfamilienhaus gerne um sich hat. Sie bringen genau die richtige Mischung aus Hilfsbereitschaft, Herzlichkeit und gesundem Respekt vor der Privatsphäre mit.
1. Herr Grube (Erdgeschoss) – Der „Postbote“ des Hauses
-
Alter: 68
-
Beruf: Pensionierter Gärtner
-
Das macht ihn sympathisch: Herr Grube ist die gute Seele des Erdgeschosses. Weil er viel Zeit zu Hause verbringt (oder seinen Vorgarten pflegt), nimmt er immer alle Pakete für das gesamte Haus an. Wenn man sie bei ihm abholt, gibt es meistens noch einen kurzen, gut gelaunten Plausch, einen Ableger für die eigene Zimmerpflanze und einen Keks für den mitgebrachten Hund. Er weiß alles über Botanik, hält sich aber aus dem Klatsch des Hauses komplett heraus.
2. Leyla (1. Stock) – Die kulinarische Retterin
-
Alter: 32
-
Beruf: Selbstständige Grafikdesignerin
-
Das macht sie sympathisch: Leyla arbeitet oft im Homeoffice und kocht leidenschaftlich gerne – allerdings kalkuliert sie die Portionen grundsätzlich so, als müsste sie eine Kleinstadt ernähren. Wenn es im Treppenhaus nach frischem Bananenbrot, Zimtschnecken oder orientalischen Gewürzen duftet, klopft es wenig später meistens an der Tür: „Ich habe viel zu viel gemacht, wollt ihr was haben?“ Außerdem leiht sie einem ohne Wimpernzucken ihre Bohrmaschine oder etwas Hafermilch aus.
3. Jonas (2. Stock) – Der ruhende Pol
-
Alter: 27
-
Beruf: Krankenpfleger
-
Das macht ihn sympathisch: Durch seine Schichtarbeit sieht man Jonas zwar nicht oft, aber wenn, ist er die Ruhe selbst. Er ist der Typ Nachbar, der im Winter ungefragt die Treppe fegt, wenn er von der Nachtschicht kommt. Wenn im Haus mal etwas repariert werden muss oder der Abfluss hakt, packt er sofort mit an. Zudem ist er extrem rücksichtsvoll: Bevor er auch nur ein einziges Mal Freunde am Wochenende einlädt, hängt er tagelang vorher einen handgeschriebenen, super höflichen Zettel in den Flur.
4. Frau Bergmann (3. Stock) – Die coole Oma
-
Alter: 79
-
Beruf: Ehemalige Bibliothekarin
-
Das macht sie sympathisch: Frau Bergmann entspricht so gar nicht dem Klischee der meckernden Seniorin. Sie hört im Sommer auf ihrem Balkon gerne mal Jazz, liest stapelweise Kriminalromane (die sie danach im Flur zum Verschenken auslegt) und hat immer ein offenes Ohr. Wenn man im Stress ist, bietet sie von sich aus an, die Blumen zu gießen oder die Katze zu füttern. Sie ist schlagfertig, humorvoll und backt den besten Apfelkuchen der Welt.
5. Sam (Dachgeschoss) – Der unkomplizierte Tech-Retter
-
Alter: 24
-
Beruf: Informatik-Student
-
Das macht er sympathisch: Sam ist die personifizierte Tiefenentspannung. Wenn im Haus das WLAN ausfällt oder der smarte Fernseher streikt, ist Sam der Fels in der Brandung. Er hilft jedem im Haus bei technischen Problemen – geduldig und ohne, dass man sich dabei dumm vorkommt. Als Gegenleistung nimmt er am liebsten ein Stück von Leylas Kuchen oder Herr Grubes selbstgemachte Marmelade an. Wenn er mal feiert, schickt er vorher eine WhatsApp-Nachricht an die Hausgruppe und lädt einfach alle herzlich ein.
